Cocos-Choco-Jogurt

Eine Geschichte von Floh

Martin Bienerth

Ein kleines Mädchen wanderte wieder einmal am Meeresstrand und war tief in ihre Gedanken versunken. Plötzlich sah sie zart berührt vom Morgenrot etwas blinken und blitzen. Es war ein Glas, eisgekühlt,

zwischen Muscheln mit Rauhreif überzogen. Es war ein kalter Februarmorgen, weit oben im Norden, und es war leise, sehr sehr leise, nur die kleinen feinen Wellen sangen ihr Lied. Das kleine Mädchen bückte sich, nahm das Glas in ihre Hände, und sie erkannte auf dem Bild ein Stück Schokolade und eine aufgebrochene Cocosnus. Es war auch etwas auf dem Deckel geschrieben, aber lesen konnte das kleine Mädchen noch nicht. Behutsam trug sie das Glas in ihren Armen nach Hause, dort schloss sie die Augen und es träumte sie weit weg auf ferne Inseln mit Cocospalmen und Kakausträchern. Und sie träumte, während sie vom feinen Cocos-Choco-Jogurt naschte von Abenteuern in weiter Ferne, aber das sind wieder andere Geschichten. "Wie praktisch", sagte sich das kleine Mädchen, "ich muss nicht in die weite Welt hinausfliegen und die Umwelt mit Fliegern verpessten, mit etwas Geduld und Phantasie kommt ja die grosse weite Welt zu mir."

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